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Das reinste aller Wesen – Das Einhorn

Was ist ein Einhorn?

Das Einhorn ist traditionsgemäß ein Fabelwesen mit pferdeähnlichem Aussehen und einem Horn auf der Stirn. Es steht als Symbol für das Gute und zählt als das Edelste aller Fabeltiere. Berührt es mit seinem Horn eine Jungfrau, kann es sich vermehren. Wobei das Horn auch der Verteidigung gegen Feinde dient. Zu dem kann es sogar Gifte wirkungslos machen. Bricht es einmal ab, so wächst es in zehn Jahren nach.

Wie sieht das Einhorn aus?

Geht man nach der europäischen Überlieferung, so handelt es sich um ein Pferd mit einem schlanken Horn auf der Stirn. Dieses ist schneckenartig gedreht und läuft spitz zu. Die Farbe des Fells ist reinweiß und bestärkt so nochmals die ganze Anmut und Ästhetik des Einhorns. Edel und schön, wie es in zahlreichen Geschichten dargestellt wird.

Trotzdem gab und gibt bis heute noch verschiedene Abweichungen. So wurde es schon mit einem Löwenschwanz, einem Ziegenbart, oder auch mit gespaltenen Hufen dargestellt. In der chinesischen Mythologie gleicht das Einhorn (Qilin) sogar eher noch einem Ochsen. Dieser hat wiederum den Kopf eines Drachen. Das ist nicht ungewöhnlich, wenn man daran denkt, dass hierzulande Elwetritsche oder auch Wolpertinger ebenfalls oft verschieden dargestellt werden.

Mythologischer Ursprung

Seinen Ursprung soll das Einhorn in der griechischen Mythologie haben. Demnach soll Zeus der Ziege Almathea ein Horn abgeschlagen haben. Er benutzte es als Trinkhorn für die Milch, mit der Almathea ihn praktisch säugte.

Um den Edelmut des so entstandenen „Einhorns“ zu veranschaulichen, erhielt es den Körper eines Pferdes. Damit können auch die manchmal gespaltenen Hufe, der „Löwenschwanz“ und der Ziegenbart auf die griechische Mythologie zurückgeführt werden.

Hypothetischer Erklärungsversuch

Das Einhorn ist ein Pferd mit einem schlanken Horn auf der Stirn

Das Einhorn ist ein Pferd mit einem schlanken Horn auf der Stirn

Auch einige Forscher sehen ihrer Hypothese nach, den Ursprung des Einhorns in Rindern oder Ziegen. Demnach hat man ihnen im Orient des 3. vorchristlichen Jahrhunderts, als Kult oder auch zum Schmücken, die Hörner zusammengebunden. Diese sind dann im Laufe von Jahren dem Schein nach zu einem Horn zusammengewachsen. Daher würden auch hier die gespaltenen Hufe, der „Löwenschwanz“ und der Ziegenbart erklärt werden.

Möglicherweise könnte auch die frühe Sichtung eines jungen Rehs mit einem abgebrochenen Horn dazu geführt haben, dass eine neue und äußerst seltene Gattung entdeckt wurde. So haben auch die Römer nicht schlecht gestaunt, als sie bei einer Expedition in Asien auf Nashörner getroffen sind.

Realität und Zauber

Das Einhorn taucht bereits in der Antike in zoologischer und medizinischer Literatur auf. Sogar in Reiseberichten, wie etwa von Julius Caesar oder Marco Polo findet es Erwähnung. Aber trotz alle dem ist bis heute kein echter, biologischer Nachweis eines lebenden Einhorns erbracht worden.

Doch die niemals endende und bezaubernde Mythologie dieses edlen Fabelwesens bleibt uns wohl für alle Zeit erhalten.